Wandern in der Wüste – Wadi Rayan National Park

Wandern in der Wüste – Wadi Rayan National Park

Sonntag.
Wir entschließen uns zum Wandern im Wadi Rayan National Park. Das ist eine Senke südwestlich des Faiyūm in der Westlichen Wüste in Ägypten. Das Anlegen des Doppelsees, des Faiyūm-Sees, als Wasserreservoir hat das Gebiet seit 1973 nachhaltig verändert. Das Tal ist seit 1989 Naturschutzgebiet.
Wir stellen das Auto am Parkplatz ab und laufen zum Magic Sea. Man täuscht sich hier über die Entfernungen. Wir schaffen es zum See, ein romantischer Platz. Hier ist das Wasser kalt. Die meisten Leute kommen mit Jeeps hierher. Und wir müssen auch bald zurück, bevor es dunkel wird. Zurück ist leichter Sandsturm. Man kann sich vorstellen, wie es ist, wenn noch mehr Wind ist. Dann ist Sand überall und man sieht nichts mehr. Und wir sind tatsächlich 4 Stunden in der Wüste gelaufen. Der kleine Sohn von Sabine hielt dank Schokolade auch gut durch.

Wieder in Tunis lädt uns die Vermieterin zum Essen ein. Sie zeigt mir, wie sie die grüne Suppe Molokhiyya kocht. Die ist leider nicht vegetarisch.

Und dann schauen wir gemeinsam Boolywood auf arabisch, 2 Folgen. Es ist interessant, wenn man nichts versteht und nur die Gesichter beobachtet.

Und Vollmond ist heute …

Tunis – wir erkunden das Dorf

Tunis – wir erkunden das Dorf

Den See gabs schon zu Pharaonenzeiten. Inzwischen ist das Wasser salzig.

Ein gemütliches Frühstück und los gehts. Wir wandern durch das Dorf und am See entlang.Zum Baden wars aber wirklich zu kalt. Jetzt ist hier Winter, und die Tage sind maximal 15 Grad. Nachts kann es auch schon mal 5 Grad minimal sein.

Es gibt auch einen Reiterhof. Den hat eine französische Lehrerin mit ihrem ägyptischen Mann aufgebaut. Hier ist der kleine Sohn von Sabine in seinem Element, denn es gibt 5 neugeborene Hunde hier. Die sind ganz süß.

Und man kann an vielen Stellen gemütlich Tee trinken und etwas Kleines essen, hier Sobek Lodge. Hier sind viele junge Leute, es ist eine gemütliche relaxte Atmospäre.

Und noch mehr Bilder vom Dorf. Es wird viel gebaut hier. Ringelblumen baut man hier an, die werden von Weleda aufgekauft, sagt man. Das Dorfleben hier ist der absolute Gegensatz zum lauten Kairo, gemütlich, aber viele können nicht lesen und schreiben hier. Durch die Töpfereien haben viele Familien nun ein Einkommen hier.

Freitag nach Fayyum- eine Oasenstadt in der Wüste

Freitag nach Fayyum- eine Oasenstadt in der Wüste

Heute gehts nach Fayyum, in das Dorf Tunis. Sabine ist da ganz oft. Man kommt nur mit dem Auto dahin.

Wir fahren 2 Stunden mit dem Auto. Eine Stunde dauert es bereits, aus Kairo raus zu kommen. Am Rand von Kairo fahren wir an riesengroßen Friedhöfen in der Wüste vorbei. Erst die muslimischen und dann die christlichen. Sie sind fast gleich und existieren friedvoll nebeneinander.

Und dann geht durch die Wüste. Bis dann wieder alles grün wird. Der Qārūn-See ist zu sehen. Wir müssen noch weit fahren, ehe wir das Künstlerdorf Tūnis am Südrand des Qārūn-Sees erreichen. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit ist es seit etwa 1985 Wirkungsstätte mehrerer Künstler wie Schriftsteller, Maler und Keramiker. Hier befindet sich das erste Karrikaturenmuseum im Nahen Osten.

Sabine kennt sich hier gut aus, sie mietet immer wieder ein wunderbares Haus hier.

Das Dorf wurde nach der Ankunft von Evelyne Porret im Jahre 1980, berühmter. Sie war eine Schweizerin, die ihr eigenes Keramik-Studio mit ihrem Mann eröffnet hatte und es zu einer Keramik-Schule umfunktionierte für einheimischen Kinder. So gibt es hier ganz viele Töpfereien, auch eine Töpferschule. Die Keramik ist berühmt und wird auch in Kairo verkauft.

Wir kamen an, bezogen das Haus und Sabine zeigte mir das Dorf. Eine gute Bekannte lud uns zum Essen ein. Sie hat noch andere Gäste. Viele Leute aus Kairo relaxen hier oder besuchen Töpfer-Workshops.

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